Pencast? Nie gehört…

Geschrieben von am 3. August 2009

pencast

Pen(n)cast beschreibt nicht einen langweiligen Podcast, sondern eine etwas andere Form der 1:n Publikation.
Während der klassische Podcast nur den auditiven Sinn anspricht, erweitert der Pencast dieses Prinzip um eine visuelle Komponente. Einige werden an dieser Stelle sagen: “Ach so, ein Videopodcast. Das ist doch schon ein alter Hut.” Dem sei zu entgegen: Nicht ganz! Die Produktion und das Endresultat sind etwas Neues – etwas Anderes.

Definition Pencast

Der Pencast ist ein digitales, audivisuelles Endprodukt, dass mit Hilfe eines mit Hard- und Softwareware ausgestatteten multifunktionalen Stifts erzeugt, gespeichert und publiziert wird. Der Nutzer schreibt mit diesem speziellen Stift auf ein besonders präpariertes Papier (mit “dots” bedruckt). Das Geschriebene wird vom Stift (mittels einer normalen Kugelschreibermine) sofort auf dem Papier dargestellt, gleichzeitig aber auch vom Stift in einem internen Speicher aufgezeichnet. Neben der Schrift zeichnen einige Stifte auch den (gesprochenen) Umgebungston mit auf. Die fertige Aufzeichnung (in Schrift und Ton) lässt sich mittels USB-Kabel auf den Rechner portieren und dort im Volltext durchsuchen, nonlinear abspielen und über das Internet auf einer speziellen Plattform publizieren.

Zur besseren Veranschaulichung hier ein Beispielvideo:

Der erzeugte Endergebnis (der Pencast) kann bspw. so aussehen:

Besonders geeignet sind solche Stifte sicherlich im Unialltag, oder in Situationen die das Führen eines Protokolls erfordern.  Schnell lassen sich anhand der zusätzlich Sprachaufzeichnung Inhalte wiederholen, um den geschrieben Text z.B. nachträglich zu korrigieren, zu ergänzen oder zu lernen.  Ob z.B. bei der Sprachaufzeichnung des Uni Profs  Urheberrechte verletzt werden, ist an anderer Stelle zu klären. (Eine Diskussion zum Thema findet sich bspw. hier)  Sicherlich werden wir noch öfter von Pencasts hören, vor allem wenn die Preise von 150.- bis 200.- Euro pro Stift noch weiter sinken werden. Einen ersten Schritt zur Verbreitung und Nutzung durch die Masse ist bspw. Livescribe gegangen, in dem die Firma nun ihre Programmierschnittstellen freigegeben hat, und so technisch die Möglichkeit bietet, neue  Nutzungsvarianten zu programmieren, aus denen sich wiederum neue  und Lehr- Lernszenarien herauskristallisieren können.

Über Kommentare, Beispiele und Erfahrungsberichte zum Thema Pencast würde ich mich sehr freuen.

Eine Vertiefung des Themas ist über folgende Links möglich:

3 Kommentare zu “Pencast? Nie gehört…”

  1. am 19. November 2009 um 22:22 1.Andreas Zeuch schrieb …

    Hallo liebe Leute,

    eine feiner Artikel über Pencasts. Aber wieso kommt ihr zu dem Ergebnis das Podcasts a) langweilig und b) sogar tod sein sollen?

    Ich persönlich habe meinen Podcast-Kanal Abenteuer Leben und produziere ebenfalls Pencasts. Und ich würde mal sagen, dass sind einfach unterschiedliche Medien. Fertig aus. Nicht mehr und nicht weniger.

    So ist beispielsweise die Soundqualität eines Pencasts deutlich schlechter und der gesamte Ablauf ist vielmehr eine Improvisation, als ein aufwändig produziertes Podcast. Da ist nix schlechter, weder das eine, noch das andere.

    Beste Pencaster und Podcaster Grüße!
    Andreas

  2. am 20. November 2009 um 13:56 2.Sascha Kaiser schrieb …

    Hallo Andreas,

    danke für Deinen Kommentar.
    Allerdings handelt es sich hierbei um ein Mißverständnis ;-)

    Der Autor (in diesem Fall ich) findet Podcast eine super Sache, vor allem zur Vermittlung von Inhalten, die z.B. im Präsenzunterricht so nicht darstellbar sind. (Ich selbst habe meine Abschlussarbeit über dieses Thema geschrieben (www.e-chunk.de)). Bei dem Satz “Pen(n)cast beschreibt nicht einen langweiligen Podcast, sondern eine etwas andere Form der 1:n Publikation.” ist Pencast absichtlich mit doppeltem “n” geschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Wortspielerei. Tod sind Podcasts natürlich absolut nicht. Es handelt vielmehr um einen Wachstumsmarkt, da das Internet immer mehr zum Bewegtbildmedium mutiert.
    Ich finde sowohl das Medium des Podcasts, als auch des Pencasts eine spannende Sache!

    Viele Grüße
    Sascha Kaiser

  3. am 28. November 2010 um 11:47 3.Was ist eigentlich ein Pencast? | Principien schrieb …

    [...] Pod­casts ken­nen wir ja noch aus der Zeit des guten alten Web 1.0 — schon Anfang des Jahr­tau­sends wurde das ursprüng­lich „Audio­blog­ging“ genannte Kon­zept erst­mals umge­setzt. Doch im Gegen­satz zum Pod­cast ist bei Pen­casts die Form der Dis­tri­bu­tion zunächst uner­heb­lich– Es geht  in ers­ter Linie um eine neue Art der Erstel­lung media­ler Inhalte. Der Pen­cast ist ein digi­ta­les, audi­vi­su­el­les End­pro­dukt, dass mit Hilfe eines mit Hard– und Soft­ware­ware aus­ge­stat­te­ten mul­ti­funk­tio­na­len Stifts erzeugt, gespei­chert und publi­ziert wird. Der Nut­zer schreibt mit die­sem spe­zi­el­len Stift auf ein beson­ders prä­pa­rier­tes Papier (mit “dots” bedruckt). Das Geschrie­bene wird vom Stift (mit­tels einer nor­ma­len Kugel­schrei­ber­mine) sofort auf dem Papier dar­ge­stellt, gleich­zei­tig aber auch vom Stift in einem inter­nen Spei­cher auf­ge­zeich­net. Neben der Schrift zeich­nen einige Stifte auch den (gespro­che­nen) Umge­bungs­ton mit auf. Die fer­tige Auf­zeich­nung (in Schrift und Ton) lässt sich mit­tels USB-Kabel auf den Rech­ner por­tie­ren und dort im Voll­text durch­su­chen, non­linear abspie­len und über das Inter­net auf einer spe­zi­el­len Platt­form publi­zie­ren (Quelle). [...]

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

lernen