Pen(n)cast beschreibt nicht einen langweiligen Podcast, sondern eine etwas andere Form der 1:n Publikation.
Während der klassische Podcast nur den auditiven Sinn anspricht, erweitert der Pencast dieses Prinzip um eine visuelle Komponente. Einige werden an dieser Stelle sagen: „Ach so, ein Videopodcast. Das ist doch schon ein alter Hut.“ Dem sei zu entgegen: Nicht ganz! Die Produktion und das Endresultat sind etwas Neues – etwas Anderes.

Definition Pencast

Der Pencast ist ein digitales, audivisuelles Endprodukt, dass mit Hilfe eines mit Hard- und Softwareware ausgestatteten multifunktionalen Stifts erzeugt, gespeichert und publiziert wird. Der Nutzer schreibt mit diesem speziellen Stift auf ein besonders präpariertes Papier (mit „dots“ bedruckt). Das Geschriebene wird vom Stift (mittels einer normalen Kugelschreibermine) sofort auf dem Papier dargestellt, gleichzeitig aber auch vom Stift in einem internen Speicher aufgezeichnet. Neben der Schrift zeichnen einige Stifte auch den (gesprochenen) Umgebungston mit auf. Die fertige Aufzeichnung (in Schrift und Ton) lässt sich mittels USB-Kabel auf den Rechner portieren und dort im Volltext durchsuchen, nonlinear abspielen und über das Internet auf einer speziellen Plattform publizieren.

Zur besseren Veranschaulichung hier ein Beispielvideo:

Der erzeugte Endergebnis (der Pencast) kann bspw. so aussehen:

Besonders geeignet sind solche Stifte sicherlich im Unialltag, oder in Situationen die das Führen eines Protokolls erfordern.  Schnell lassen sich anhand der zusätzlich Sprachaufzeichnung Inhalte wiederholen, um den geschrieben Text z.B. nachträglich zu korrigieren, zu ergänzen oder zu lernen.  Ob z.B. bei der Sprachaufzeichnung des Uni Profs  Urheberrechte verletzt werden, ist an anderer Stelle zu klären. (Eine Diskussion zum Thema findet sich bspw. hier)  Sicherlich werden wir noch öfter von Pencasts hören, vor allem wenn die Preise von 150.- bis 200.- Euro pro Stift noch weiter sinken werden. Einen ersten Schritt zur Verbreitung und Nutzung durch die Masse ist bspw. Livescribe gegangen, in dem die Firma nun ihre Programmierschnittstellen freigegeben hat, und so technisch die Möglichkeit bietet, neue  Nutzungsvarianten zu programmieren, aus denen sich wiederum neue  und Lehr- Lernszenarien herauskristallisieren können.

Über Kommentare, Beispiele und Erfahrungsberichte zum Thema Pencast würde ich mich sehr freuen.

Eine Vertiefung des Themas ist über folgende Links möglich: