Der Begriff “Blended” = vermischen ist ein Begriff aus der Whiskyherstellung. Blended Learning meint die Integration von klassischer Präsenzlehre und ausgeprägter virtueller Lehre (sowohl mit Holfe von WBTs, als auch durch kooperatives Arbeiten). Blended Learning verbindet die Vorteile von Präsenzlehre und E-Learning und versucht dadurch gegebene Nachteile auszugleichen.

Einige solcher Vor- und Nachteile seien hier gelistet:

Vorteile Präsenzlehre
+ sozialer Kontakt, Gruppenbildungsmöglichkeit
+ Persönliches Kennenlernen von Teilnehmern und Dozenten
+ Dozent kann unmittelbar auf Anfragen und Verständnisschwierigkeiten reagieren
+ Finetuning der Veranstaltung und Eingehen auf Bedürfnisse und Interessen
+ Ganzheitliche Kommunikation
+ Teilnehmer können sich unmittelbar beim Lernen unterstützen.
+ Es können jederzeit weiterbringende Diskussionen entstehen

Nachteile Präsenzlehre
– Alle Personen müssen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein
– Alle Teilnehmer benötigen relevantes Vorwissen um die Inhalte zu verstehen u. den allg. Lernfortschritt nicht zu behindern
– Das Lerntempo ist nicht individualisierbar

Vorteile E-Learning
+ Teilnehmer setzen inhaltliche Schwerpunkte der Bearbeitung selbst
+ Es wird zeit- und ortsunabhängig gelernt
+ Lerntempo ist selbstbestimmt
+ Methodik und Didaktik sind flexibel
+ Einsatz unterschiedlicher Medien und Aufgabenstellungen (Praxisnähe, theor. Zugang, spielerischer Zugang, Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten) möglich, dies spricht unterschiedliche Lerntypen an.
+ individuelle u. motivierende Betreuung der Teilnehmenden möglich

Nachteile E-Learning
– Keine soz. Bindung zu weiteren Teilnehmern, wenn keine E-Moderation eingesetzt wird
– Mögl. Mißdeutungen von Inhalten bleiben unbemerkt
– Hohe Selbstlernkompetenz erforderlich
– Teilnehmer können dem Dozenten leicht abhanden kommen, wenn keine Betreuung erfolgt

Besonders in den Onlinephasen des Blended Learnings sind motivationale Aspekte zu beachten.
So kann die Motivation bspw. wie folgt gefördert werden:

> Technische Einweisung
> Phasen für das „Kennenlernen“ einplanen (Technisch und Sozial)
> „Technische Kommunikation“ fördern (z.B. durch persönliche Fragestellungen online)
> Zündfunken liefern (Die Inhalt erarbeiten die Teilnehmer selbst)
> Teilnehmer nicht abqualifizieren oder für Allgemeines bewerten
> Lernziele angeben (zur Technik und zum Inhalt – damit der Teilnehmer einen Gesamtüberblick des zu Erwartenden bekommt)
> Persönliches Begrüßen (z.B. im Chat, d.h. Raus aus der Anonymität – Du bist wahrgenommen!)
> Auf die Vorteile des aktiven Mitmachens hinweisen
> Zeitnahe Hilfe (24/7) (mind. 3x pro Woche zu festen Zeiten)
> In der Präsenzphase immer Feedback einholen und Lern-/Lehrstoff anpassen
> Teilnehmern Hinweise geben, was Sie von ihnen online erwarten (Aufgabenstellung und Arbeitsaufwand)
> Kein Online-Hinweis-Überangebot
> Lerngruppen bilden!
> Lernfortschritte präsentieren

Gerne dürfen die zuvor genannten Beispiele (in den Kommentaren)  um weitere Vorschläge ergänzt werden.