Allen Betreibern von Webseiten, Blogs und Sozialen Netzwerken steht ab Januar 2011 eine staatsvertragliche Gesetzesänderung bevor. Diese schreibt vor, dass zukünftig sämtliche Inhalte/Beiträge einer Internetseite mit einem Mindestalter-Label (ähnlich wie in der Filmindustrie) versehen werden müssen, um so Kindern und Jugendlichen den Zugriff auf „entwicklungsbeeinträchtigendes Material“ zu erschweren. Der Webseitenbetreiber hat die Möglichkeit seine Inhalte (gemäß der noch unvollständigen Richtlinien und technischen Spezifikationen!) selbst vorzunehmen. Das dies in der Praxis sehr wahrscheinlich so nicht gelingen wird, zeigt ein Versuch des AK Zensur, in dem 80% aller Teilnehmer die vorgeschlagenen Internetseiten falsch bewerteten, so Medienpädagoge Jürgen Ertelt. Doch selbst Experten sind sich bei der korrekten Einschätzung der Altergrenzen untereinander nicht einig, wie die c´t im Heft 26/2010 berichtet.

Nachfolgend einige inhaltsvertiefende Links, die bei der Beantwortung aufkommender Fragen behilflich sein können: