Lernen im Web 2.0
Geschrieben von Sascha Kaiser am 11. Februar 2010
Das veränderte Webverständnis formt neben dem kommunikativen Verhalten der Menschheit auch Lernprozesse mit. Das “Web 2.0″ als Buzzword bleibt insgesamt noch wenig definiert. Ein paar Schlagworte sollen zuerst einmal den Begriff erneut umreißen.
Neues verändertes Netznutzungsverständnis
- Benutzer erstellen und bearbeiten Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbst (auch gegenseitige Mitarbeit an Projekten anderer möglich)
- Intuitive Bedienung
- Stärkere Interaktionsmöglichkeiten
- geprägt durch Social Software wie Wikis, Blogs, studiVZ, Flickr, Youtube…(mit sozialen Belohnungssystemen)
- Tagging, Tagclouds (öffnen hierarchischer Ordnungen)
- Drag & Drop
Technische Änderungen
- Von lokal installiert zu netzbasiert
- Plattformunabhängigkeit (beim Clienten)
- Dynamische Inhalte (Flash, Ajax, Dynamic HTML)
- SOA (Service Orientierte Architektur z.B. durch Mashups, SSO)
Die zentralen Technologien des Web 2.0 wie Wikis, Weblogs, RSS, Podcasts und Social Networks bieten die Grundlage viele neuer Web 2.0-Dienste, die sich hervorragend für den Lehr-Lerneinsatz eignen.
Die nachfolgende Liste gibt einen Überblick über die vom Autoren favorisierten Lernmittel:
Twitter – Microbloggingdienst
http://www.twitter.com
Potentiale: Plattform zur effizienten Vernetzung mit Profis zum eigenen Thema | Twitterwall (für Veranstaltungen = Mitspracherecht für alle) | Schnelle Infoverteilung | Onlinesprechstunde | Sprachunterricht! (z.B „Word of the day“ – http://www.youtube.com/watch?v=CIe-vwDoH4s)
Zotero – Firefox-Adon zur Verwaltung bibliografische Ressourcen
http://www.zotero.org/
Potentiale: Verwaltung eigener Bibliotheken und Literaturressourcen| Informationsmanagement
Evernote – Programm zum sammeln von Notizen
http://www.evernote.com/
Potentiale: Programm zur Vorbereitung von Vorträgen, Veranstaltung u.ä. | Programm zur gemeinsamen Projektvorbereitung | Tafelbilder fotografieren und direkt online ablegen.
MindMeister – Mindmapping-Tool zum gemeinsamen erstellen von Online-MindMaps
http://www.mindmeister.com/
Potentiale: Visualisierung und Strukturierung von Inhalten | Mittel für Brain/Cyperstorming | Erstellen von ConceptMaps | wirkt gedanklichen Blockaden entgegen | unterstützt den Fluss von Ideen dadurch, dass Hierachisierung und Clusterung erst zu einem späteren Zeitpunkt passieren kann
CoboCards – Online Lernkarten erstellen und sich oder andere abfragen
http://www.cobocards.com/
Potentiale: Prüfungsvorbereitungen | Erstellen von Themensammlungen | Luhmanns Zettelkastenprinzip
DimDim – Live-Klassenraumtool/kostenloses WebConferencing
http://www.dimdim.com
Potentiale: Live präsentationen von PPT-Folien und dem eigenen Desktop | Chat und Audiofunktion zur Synchronkommunikation
Bei allem Enthusiasmus für die hier vorgestellte Freeware sei gesagt, dass sich immer ein Blick in die AGBs der Hersteller lohnt. So findet sich z.B. bei Google Docs z.B. folgender Auszug in den AGBs wieder: „Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte.“
Also watch out: http://www.masterplanthemovie.com/
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1 Kommentar »
am 12. Februar 2010 um 09:11 1.Helge schrieb …
Ich antworte mal mit einer Linksammlung darauf. Vielleicht hilft es ja bei der einen oder anderen Sichtweise ein wenig weiter. Man beachte bei Link #2 dass es nicht um Web 2.0 sondern um 2.0 geht.
Measuring 2.0: The Web 2.0 Dynamic Instrument (part 5 of 5)
Was genau ist 2.0?