Jeder der sich näher mit dem Thema E-learning befasst, nutzt früher oder später einmal ein Learning Management System, wie beispielsweise Moodle. Werden LMS oft nur zur bloßen Dokumentablage gnutzt, so ist die Intuition in der Anschaffung häufig eine mit umfangreicheren Zielen. Die Bewältigung wachsender Teilnehmerzahlen, Herausbildung einer Seminaridentität, Zeit- und ortsunabhängige Kommunikation zwischen Lerngruppen, Protokollierung von Arbeitsabläufen, Neue Moderations- und Interaktionsmöglichkeiten, Individualisiertes Arbeiten, Einfache Gruppen- und Terminfindungsmöglichkeiten und Mailinglisten sind einige nennenwerte  Schlagworte. Diese treten jedoch den persönlich zu überwindenden negativen Eigenschaften wie zusätzliche Zeit- und Kompetenzanforderungen, notwendiges Technikverständnis, Verständnis zur Gestaltung von Onlinematerial, lange Downloadzeiten usw. entgegen. Manchmal fehlt aber auch das Verständnis, wie sich überhaubt komplette Veranstaltungen oder Semiare über ein LMS abbilden lassen.

Am Anfang steht immer die Frage: Was möchte ich mit meiner Veranstaltung beim Teilnehmer erreichen? (Grob- ud Feinziele)  Erst dann wird die Frage relevant, wie ich dies erreichen könnte.

Für das „wie“ bietet Moodle mit seinen synchronen und asynchornen, sowie mit seinen statischen und interaktiven Mitteln einige Möglichkeiten.
Nachfolgend möchte ich einen typischen Seminarablauf, zur Orientierung, beispielhaft darstellen:

Vorbereitung der Veranstaltung

  • Upload der Lehr-/Lerndokumente
  • Integration eines thematischen Beispielvideos aus z.B. Youtube (über den „HTML Block“)
  • Block“ Mitteilungen“ einstellen, damit Teilnehmer sehen, dass ich Sie (intern) angeschrieben habe. (Nach 1 Std. wird die Mitteilung auch als Email versand.)
  • Block „Feeds“ einstellen und Inhalte thematisch naher Websites in den Lernraum zu integrieren. (ähnlich eines Newstickers)
  • Kalendertermine eintragen (z.B. Prüfungstermine, Sprechstunden, Exkursionen…)

Tipp: Unbrauchbare Blöcke löschen um visuelle Überforderung zu vermeiden.


Während der Veranstaltung

  • Teilnehmerliste anschauen (Sind alle Anwesenden auch online vertreten – nach Schwierigkeiten fragen)
  • Gruppeneinteilung (Selbstwahl) über Aktivität „Abstimmung“
  • Jeder Gruppe einen eigenen Themenblock zuordnen (Themenblock bearbeiten/benennen, ggfs. den Themenblöcken Dokumente zuordnen).
  • Fragestellungen für die Gruppen online bekanntgeben (z.B. mittels Arbeitsmaterialien>Text und Überschrift)
  • Bearbeitungsmodule für die Gruppen einrichten (z.B. Forum zur Kommunikation…)
  • Zwischendurch Mitteilungen zur Motivation der Gruppen senden.

Tipp: Immer klarstellen warum welche Aufgabe, mit welchem zeitlichen Spielraum und mit welchem Ziel erledigt werden sollte.

Ende der Veranstaltung

  • Die Veranstaltung mit einem Test oder allg. Meinungsbild zur Veranstaltung abschließen. (Aktivität>Test bzw. Umfrage)
  • Kursinhalte als ZIP-Paket sichern und Teilnehmern zur Verfügung stellen.

Tipp: Mit dem Programm „Digitale Schultasche“ können die Teilnehmer ganze Kursräume auch offline darstellen.

Literaturtipps zu Moodle

v2b Videotutorials zu Moodle (Suchbegriff Moodle)

Gemeinsam online lernen mit moodle – Trainerhandbuch

Das Moodle 1.8-Praxisbuch

CoboCards zu Moodle „Aktivitäten“

CoboCards zu Moodle „Arbeitsmaterialien“

CoboCards zu Moodle „Blöcke“